Über HT4U.net | Newsletter & Service | Weblinks   RSS Feed
 Style: 1024  |  1280
 
  Nachrichten
Top News: sieben Tage | 30 Tage

 Übernimmt Seagate Intels Flash-Speicher-Sparte?

Laufwerke | 23.06.2008, 17:07
Gerüchte wecken die Vermutung, dass der weltweit größte Festplattenhersteller Seagate möglicherweise den IM-Flash-Geschäftsanteil von Intel abkaufen könnte. Intel hatte das Unternehmen gemeinsam mit Micron gegründet und sich innerhalb kurzer Zeit auf den vierten Platz der größten NAND-Flash-Hersteller hochgearbeitet. Aufgrund des erwarteten Wachstums im Markt für Solid-State-Drives (SSDs) steht Seagate derzeit akkut unter Druck, seinen Marktanteil an die Konkurrenz zu verlieren, weil man noch nicht im SSD-Geschäft tätig ist. Diesen Umstand könnte das Unternehmen nun möglicherweise mit der Übernahme ändern.

Dass Intel auch bereit wäre, seine 49 Prozent am Unternehmen IM Flash abzugeben, in das beide Partner über 1,2 Milliarden US-Dollar investiert haben, kommt daher, dass der Prozessor-Spezialist mit den Ergebnissen des Geschäfts nicht richtig zufrieden ist. Besonders die extrem schnell fallenden Preise die mit kurzen Entwicklungszyklen für die Produkte einher gehen, verringern die erhoffte Rentabilität. Offizielle Stellungnahmen sind derzeit allerdings noch nicht bekannt.

Bereits in der Vergangenheit hatte Seagate versucht, durch sogenannte Hybrid-Festplatten einen Weg in den SSD-Markt zu finden, konnte sich damit aber scheinbar nicht ausreichend gegen die reinrassigen SSDs zur Wehr setzen. Konkurrenten aus dem Flash-Speicher-Geschäft wie etwa Sandisk laufen hier Sturm und bringen regelmäßig neue Massenspeicher auf Basis verbesserter Technologien auf den Markt, die größere Kapazitäten bei geringen Preisen ermöglichen. Entsprechende Eindrücke über die technischen Möglichkeiten der Solid State Disks vermitteln zum Beispiel unsere Artikel.

Bisher sind die größten Flash-Speicher-Hersteller Samsung, Hynix, ein Joint-Venture zwischen SanDisk und Toshiba sowie IM Flash. Seagate selbst hatte SSDs immer als zu teuer für den Massenmarkt abgewiesen und plante letzten Informationen erst ab 2010 entsprechende Produkte. Bis dahin wollte man sich weiterhin auf die eigene Stärke bei Magnetspeichern konzentrieren und Festplatten anbieten, die deutlich über die Terabyte-Grenze hinaus gehen.
[rl]




Werbung

Werbung


  Aktuelles



 Preisvergleich

Werbung
Werbung
 



Werbung