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 Eee-PC-Verkäufe bleiben hinter Erwartungen zurück

Notebooks | 12.07.2008, 12:59
Im zweiten Quartal lieferte ASUS rund eine Million Eee PCs aus und belegt damit die extreme Nachfrage nach Mini-Notebooks. Gleichzeitig zeigte sich der Computerhersteller aber etwas enttäuscht, hatte man doch eigentlich mit größeren Verkaufszahlen gerechnet, um die Jahresprognose von fünf Millionen zu erreichen. Im gesamten ersten Halbjahr konnte ASUS laut Digitimes bisher 1,7 Millionen Eee PCs absetzen und bleibt hinter den persönlich gesteckten Zielen von zwei Millionen Stück zurück. Gut entwickelte sich auch das Geschäft mit Notebooks, Mainboards und Grafikkarten, die dem Unternehmen im zweiten Quartal insgesamt ein Umsatzwachstum von 25 Prozent bescherten.

Von den traditionellen Notebooks verkaufte ASUS rund 1,2 Millionen Stück. Weiterhin konnnte man 5,1 Millionen Mainboards und 1,6 Millionen Grafikkarten ausliefern. Für das dritte Quartal soll vor allem die Nachfrage nach Notebooks und Grafikkarten zwischen 15 und 30 Prozent anziehen, obgleich man sich aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen will.

Positiv blickt auch Konkurrent Acer ins zweite Halbjahr und rechnet in Summe mit fünf bis sieben Millionen verkauften Aspire-One-Geräten. Um diese Zahl abzusichern habe man zudem mit Intel fest Lieferverträge ausgehandelt. Langfristig will Acer den Umsatzanteil an Netbooks auf rund 15 Prozent steigern.

Spannend ist auch die Situation bei Intel, die sich mit ihren Atom-Prozessoren in den letzten Monaten als Flaschenhals im Netbook-Geschäft herausgestellt haben. ASUS sieht Intel als einen wesentlichen Faktor für die nicht erreichten Umsatzziele. Offensichtlich hat Intel selbst nicht mit einer derartig großen Nachfrage gerechnet. In den nächsten vier Jahren rechnet der Prozessor-Spezialist nun mit fast 50 Millionen Netbooks. Bedenkt man, dass Acer und ASUS schon allein in diesem Jahr gemeinsam 10 Millionen Geräte verkaufen wollen, dürfte diese Zahl wohl deutlich zu niedrig gegriffen sein.

Anhand der aktuellen Entwicklung zeigt sich auch die Priorität des Geschäftes. Die Prozessoren haben den Vorteil, dass sie vergleichsweise geringe Anforderungen an technologische Innovationen stellen. Die Hersteller sind also theoretisch in der Lage, ihre betagten Architekturen zu entstauben und unter günstigsten Produktionsbedingungen auf den Markt zu bringen. Interssant wäre das Konzept wohl auch für AMD, die derzeit mit recht geringen Auslastungen ihrer Fabriken zu kämpfen haben und mit den Low-Cost-Prozessoren für Besserung sorgen könnten.
[rl]




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