Vor einiger Zeit hatte Microsoft die
Voraussetzungen für den Erwerb einer Windows-XP-Home-Lizenz festgelegt, doch gerade in den vergangenen Wochen haben die Hersteller der Netbboks diese nicht beachtet und neue Modelle angekündigt, welche trotz der Überschreitung der Bedingungen mit Windows XP Home ausgestattet sein sollten. Nun haben die Redmonder die Voraussetzungen neu definiert, nur warum?
Microsoft hatte als maximale Größe der Festplatte 80 GB festgelegt, doch Ende August erschienen von
Acer und
MSI gleich zwei neue Modelle ihrer Netbooks, die beide über eine größere Festplatte verfügten und dennoch in einer Version mit Windows XP Home zu haben sind. Wie
Digitimes nun berichtet, hat Microsoft entsprechend das Limit der Größe von 80 GB auf 160 GB angehoben, alle weiteren Bedingungen bleiben jedoch bestehen. Dies verwundert ein wenig, denn in den Voraussetzungen wurde auch festgelegt, dass die CPU mit maximal 1 GHz arbeiten darf, jedoch verwenden fast alle Hersteller den Intel Atom mit 1,6 GHz. Wie weit die Voraussetzungen ausgelegt werden zeigt auch der jetzt auf dem Markt
erschienene MSI Wind PC mit Windows XP Home, denn dieser verfügt nicht nur über einen stärkeren Prozessor und mit 320 GB über deutlich mehr Fesplattenspeicher als die neuen Voraussetzungen, sondern auch über 2-GB-Arbeitsspeicher statt lediglich 1 GB.
Natürlich haben die Redmonder ein reges Interesse, dass Windows XP Home weiterhin bei den ULPCs zum Einsatz kommt. Dies liegt sicher auch daran, dass die Alternative Linux und nicht Vista heißt, da die Leistungen der meisten Netbooks für Vista dann doch zu gering ist. Eine weitere Vermutung ist, dass auch für die Windows-XP-Home-Lizenzen eine ähnliche Regelung gilt, wie sie bei Hewlett Packard in Verbindung mit den Auslieferungen von OEM-PC und Windows XP Professional
besteht. Zusammenfassend dürfte es sowohl den Endkunden egal sein, welche Windows gewohnt sind und nicht umsteigen wollen, als auch Microsoft, deren Hauptinteresse wohl in der Präsenz im Sektor der ULPCs liegen dürfte.
[dk]